Petras Naturreich Herbst Tag- und Nachgleich

Mabon

Herbst Tag- und Nachtgleiche 21.-23. September

Herbstblumenstrauß

Mit der Herbst Tag- und Nachtgleiche beginnt automatisch der Herbst. Ab nun treten wir in die dunkle Hälfte des Jahres ein. Die Nächte sind für ein halbes Jahr länger als die Tage. Die Ernte ist eingefahren, die Trauben beginnen ihren Wandel zum Wein. Nebelschwaden zeigen sich und wabern übers Land. Die Bäume ziehen ihr buntes Blätterkleid an, das herbstliche Leuchten der Wälder beginnt in den herrlichsten Farben: Rot, Orange, Ocker, Gelb, Weinrot und Braun. Mitten im Sterben der Natur schenkt uns Mutter Erde mit diesem Bild die Gewissheit, dass der Tod kein Ende ist. Das Neue ist im Alten bereits enthalten. Die Knospen sind schon angelegt, wenn die Blätter dieses Jahres fallen. Nach dem alten keltischen und heidnischen Glauben geht nun das Jahr zu Ende und der Kreis der Wiedergeburt schließt sich.

Überall werden Erntedankrituale gefeiert. Eines meiner Lieblingsrituale:

Füll‘ in deinem ganz persönlichen Erntedankritual einen Korb oder eine Schüssel mit all den Gaben, mit denen dich Mutter Erde in diesem Jahreskreis beschenkt hat. Das können sein: Federn, Wurzeln, Beeren, Blätter, Zapfen, Nüsse, Blüten aber auch bunte Zettel.

Wende dich dabei bewusst vom Blick auf den Mangel ab und sieh dir die Fülle in deinem Leben an.

Erinnere dich an besondere Momente, einzigartige Begegnungen, an Menschen und Situationen, die dich bereichert haben.

Entwickle das Gefühl der Dankbarkeit für all die Dinge in deinem Leben, die oftmals als selbstverständlich erscheinen mögen und blicke auf all das, was in diesem Jahr in dir gereift ist.

Nun nimm dir eine rote oder braune Kerze. Wenn du möchtest, räuchere zu deinem Ritual mit allem was du über Sommer gesammelt und getrocknet hast (Salbei, Rose, Ringelblume, Wegwarte … Hier wird es bei mir immer richtig bunt, um auch hier die Fülle der Natur und Farben einfließen zu lassen).

Freue dich, höre gut Musik, tanze, singe, trommle – was dein Herz begehrt.

Dann lasse die Zettel los. Verbrenne sie draußen in einer Feuerschale. Bedanke dich bei jedem einzelnen Zettel nochmal. Sieh‘ zu, wie er verbrennt und der Rauch und die Energie gen Himmel steigen und viel Gutes anziehen.

P.S. Wenn du einen Holunderbusch im Garten hast, vergiss nicht, Frau Holle einen Schnaps zu spendieren 😊

Viel Freude bei der Durchführung des Jahreskreisfestes. Kommentiere gerne, wie du Mabon zelebrierst.

Liebe Grüße sendet Petra aus ihrem Naturreich 🙂

Mein Blogbeitrag hat dir gefallen?

Dann teile gerne in folgenden Social Media Kanälen:

Ähnliche Beiträge

  • |

    Magische Rauhnächte

    Das Jahresende ist eine Zeit des Reflektierens und der Vorausschau auf das, was das kommende Jahr bringen wird. Wenn du auf der Suche nach einer besonderen Möglichkeit bist, deine Wünsche und Hoffnungen für das neue Jahr zu manifestieren, könnte das Ritual des „13 Wunschzettelschreibens“ genau das Richtige für dich sein. Dieses Ritual, das in den Rauhnächten zwischen dem 25. Dezember und dem 6. Januar praktiziert wird, hilft dir dabei, deine Herzenswünsche zu fokussieren und dem Universum mit positiver Energie zu begegnen.

  • |

    Juni Ritual

    Wenn es einen Monat gibt, der vollkommen für die Weiblichkeit steht, dann ist es für mich der Monat Juni. Der erste Sommermonat im Jahr hat seinen Namen von der römischen Göttin Juno, der Göttin der Weiblichkeit, der Geburt und der Ehe. Im antiken Griechenland trug sie den Namen Hera und ihr Gatte war Zeus. Magie…

  • |

    Jahres­kräuter­salz

    Eines meiner ersten Projekte des Jahres auf der To-Do Liste in meinem Naturreich ist die Herstellung eines Jahreskräutersalzes. Für das Salz werden verschiedenste Pflanzenteile (Knospen, Kräuter, Blüten) im Laufe des Jahres gesammelt. Die geschmacklichen Besonderheiten und die jeweiligen Wirkstoffe der Pflanze entwickeln ein ganz individuelles, einzigartiges und harmonisches Gewürzsalz – übrigens ein sehr beliebtes Weihnachtsgeschenk,…

  • Frühlings­knospen

    Herstellung eines Knospen-Mazerates (Gemmotherapie): Was ist überhaupt die „Gemmotherapie“? Sie ist eine neue Form der Baumheilkunde. Gemma = Auge / Knospe (lat.) Der Arzt Dr. Henry Pol gilt als Begründer der Gemmotherapie nach der „Pharmacopeia francaise“. In der Gemmotherapie wird das Kostbarste und Lebendigste der Pflanze verwendet: die Knospen und Pflanzengewebe, die sich in hoher…

  • Ostara

    21. März: Frühjahrs-Tagundnachtgleiche Der Frühlingsbeginn steht für Wachstum und Gleichgewicht Ostara ist ein Fest der Sonne, es richtet sich nach dem Sonnenstand und markiert den Sonnenaufgang, den neuen Morgen und den Frühling. Die Energie wendet sich nun nach außen in die Welt und manifestiert sich in kreativem Schaffen. Zu diesem Zeitpunkt sind der Tag und…

  • Neues Jahr 2023

    Auch wenn das Jahr nicht mehr ganz neu ist, möchte ich trotzdem nicht versäumen, dir von Herzen alles Liebe, Gesundheit, Glück und Lebensfreude für 2023 zu wünschen. Nun ist es längere Zeit her, seit ich meinen letzten Blogbeitrag veröffentlicht habe. Das war so nicht geplant, es kam Etwas dazwischen. Dieses Etwas nennt sich Krebs. In…

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert