Knospen in Petras Naturreich für die Gemmotherapie petras.naturreich.de

Frühlings­knospen

Herstellung eines Knospen-Mazerates (Gemmotherapie):

Was ist überhaupt die „Gemmotherapie“? Sie ist eine neue Form der Baumheilkunde.

Gemma = Auge / Knospe (lat.)

Der Arzt Dr. Henry Pol gilt als Begründer der Gemmotherapie nach der „Pharmacopeia francaise“.

In der Gemmotherapie wird das Kostbarste und Lebendigste der Pflanze verwendet: die Knospen und Pflanzengewebe, die sich in hoher Zellteilungsaktivität befinden, also ihr Lebensplan. Der Zyklus einer Knospe verbindet Herbst, Winter, Frühling und Sommer und lässt den Menschen somit wunderbar am Jahreskreis teilnehmen.

Das Embryonalgewebe der Knospen enthält:

  • Mineralstoffe
  • Phytoproteine
  • Enzyme
  • Wachstums- und Streckungshormone (Gibberelline & Auxine)
  • Chlorophyll
  • Vitamine
  • Saponine & Schleimstoffe
  • Flavonoide
  • Terpene & Ätherische Öle
  • Harze

Die Gemmotherapie sieht ihre Funktion besonders in der Stärkung der Regenerations- und Vitalkräfte sowie zur Entgiftung & Immunstärkung. Wissenschaftlich ist die Gemmotherapie noch wenig untersucht und daher noch wenig bekannt & anerkannt. Die Knospen werden von mir intuitiv gesammelt und verwendet, jedoch gibt es bereits Anwendungsimpulse nach Miriam Wiegele:

AhornErweichend bei Verhärtungenunterstützend bei Diabetes, Gallensteinen & Übergewicht
BirkeBei Heuschnupfen & AllergienSchleimhautentzündungen im Nasen- u. RachenbereichUnterstützt FrühjahrskurenBei depressiven Müdigkeitszuständen
BrombeereRegeneration der KnochenFür hormonelle Balance
BucheHarmonisierendStärkend auf das Immunsystem
EicheRegt Lebenslust und Libido anBei Rheuma und Arthritis
ErleEntzündungshemmendGefäßerweiterndMigräne & Demenz
EscheFiebermittelBei Schwächezuständen
FeigeBei SpannungenZwangs- und Angstneurosen & psychosomatische Störungen
HartriegelVerbessert die Elastizität der ArterienInfarktvorbeugungUnterstützend bei Schilddrüsenproblemen
HaselEntzündungshemmend und adstringierendAsthma, COPD
HimbeereHormonell ausgleichendSchmerzlindernd bei FrauenleidenMenstruationsbeschwerden & Wechselbeschwerden
HeckenroseBei MenstruationsproblemenEntzündungshemmend & ImmunmodulierenRacheninfektionen
JohannisbeereEntzündungshemmend (ganzheitstherapeutisch „kortisonähnlich“)Regulierend bei Fehlsteuerungen des Organismus wie AllergienProstatabeschwerden
LindeBeruhigend, angstlösend, krampflösend, nervenstärkendBei Einschlafproblemen & DurchschlafproblemenMelancholischen und depressiven Stimmungen
TanneBei WachstumsstörungenHarmonisiert den KalziumhaushaltFördert Heilung von Knochenbrüchen, stärkt die Zähne
UlmeHautmittel bei entzündlichen ProzessenHautjucken, Akne, HerpesBeruhigt Hustenreiz & HalsschmerzenNebenhöhlenentzündungen, Luftröhrenentzündungen
ZederBei juckenden Hauterkrankungen & bei trockener HautNeurodermitis, Psoriasis

Äpfel sammelt man in Kübeln,
Kräuter in Körben und
Knospen in einem Fingerhut!!!

Nun aber zum Rezept des Gemmo-Knospen-Mazerats:

  • Ca. 10-20 Knospen (je nach Größe (an den Fingerhut denken)
  • 1 Teil destilliertes Wasser (15 ml)
  • 1 Teil pflanzliches Glycerin (15 ml)
  • 1 Teil unvergällten Alkohol ca. 98 %, z.B. Weingeist (15 ml)

Die Knospen werden gesammelt, mit einem Keramikmesser zerkleinert und mit der Mischung aus gleichen Teilen destilliertem Wasser, Glycerin und Alkohol übergossen. Das Mazerat täglich schwenken bzw. leicht schütteln, damit sich die Inhaltsstoffe besser herauslösen und kühl und dunkel etwa 1 Monat ziehen lassen.

Nach einem Monat abfiltrieren und in dunkle Sprühflaschen füllen. Dieses Mazerat kann als Muttermazerat 1:10 in Wasser verdünnt oder unverdünnt angewendet werden.

Bei Bedarf bis zu 3 x täglich 2-4 Mal in den Mund sprühen und die Schleimhäute benetzen.*

Haltbarkeit: 2 Jahre

Wisst Ihr, dass man Knospen auch essen kann? (Auch hier gilt der Grundsatz: Fingerhut!)

Tatsächlich lässt sich pflanzliches Embryonalgewebe auch in der Küche nutzen. Am besten eignen sich Blatt- und Blütenknospen, ebenso Schösslinge sowie Sprossen und Keimlinge. Im Falle der Sprossen und Keimlinge besteht der Vorteil, dass sie das ganze Jahr über mit wenig Aufwand zur Verfügung stehen. Sie sind Teil der Wildkräuterküche und finden schon länger regen Anklang in der sogenannten „wilden Küche“.

Für den interessierten Anfänger eignen sich beispielsweise die Knospen von Linde, Eiche und Esskastanie. Diese sind von mildem, leicht aromatischen Geschmack und den meisten Menschen angenehm. Wer es gerne stark aromatisch bis balsamisch mag, wird Birke, Pappel, Tanne und Fichte wählen. Einen außergewöhnlichen Geschmack – fruchtig und typisch – haben auch die geschlossenen und frisch geöffneten Knospen der Schwarzen Johannisbeere. Manchmal etwas fade, aber dennoch eine Bereicherung sind die Blattknospen von Haselnuss, Himbeere, Rotbuche, Hainbuche und Ulme. *

Quelle: Gemmotherapie von Chrischta Ganz und Louis Hutter

Meine Fachlektüre Empfehlung für ein wertvolles Handbuch und Nachschlagewerk:

Gemmotherapie – Knospen in der Naturheilkunde
von Chrischta Ganz/Louis Hutter (at Verlag)

*ACHTUNG: Nicht für Alkoholiker geeignet. Die in meinem Beitrag/Blog aufgeführten Informationen ersetzen niemals den Arztbesuch. Ich übernehme keinerlei Haftung für Schäden oder Folgen, die sich aus Gebrauch, Missbrauch oder unsachgemäßer Anwendung der hier veröffentlichen Informationen ergeben!

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2 Kommentare

  1. Liebe Petra, danke für deine tollen Beiträge! Zu den Knospen- wann ist der richtige erntezeitpunkt? Wenn die Knospen bereits bissl geöffnet sind oder auch wenn sie noch total geschlossen sind? GLG Andrea

    1. Liebe Andrea, du kannst die Knospen auch verwenden, wenn sie noch ganz geschlossen sind. Ich nehme sie am liebsten kurz vorm aufbrechen, wenn sie richtig prall sind. Viel Spaß bei der Anwendung und liebe Grüße sendet Petra aus ihrem Naturreich

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